Twenty

Sunday afternoon, I attended the Choral Evensong at St. Salvator’s Chapel (which one of Tom’s students, Seb Robson, had told me about at a coffee shop) and was very impressed by the beautiful voices of the students’ choir (Seb’s being amongst them). Actually, I was deeply moved by the warmth of the liturgical music that stemmed mostly from the 20th century. There was an extended “Magnificat” praising the Virgin Mary that was composed by Arvo Pärt as the cantor told me after the service. Funnily enough I’d never been especially fond of Pärt’s music, but I quite liked his music for the church (which we could think about as being functional music in a way, though not quite a tool as a club DJ would say).

Sonntagnachmittag. Ich ging in den Choral Evensong (einen gesungenen Gottesdienst) in der Salvatorkirche (von dem mir einer von Toms Studierenden, Seb Robson, beim Kaffee erzählt hatte) und war von den wunderschönen Stimmen des Studentenchors (darunter auch Sebs) sehr beeindruckt. Eigentlich war ich von der Wärme der liturgischen Musik, die meist aus dem 20. Jahrhundert stammte, zutiefst bewegt. Es gab ein langes “Magnifikat”, das die Jungfrau Maria lobt, und das von Arvo Pärt geschrieben wurde, wie mir der Kantor nach dem Gottesdienst erzählte. Komischerweise hat mir Pärts Musik sonst nie besonders gefallen, aber ich mochte seine Kirchenmusik doch sehr (die wir auch als Funktionsmusik begreifen könnten, obwohl sie nicht ganz ein Tool ist, wie ein Club-DJ sagen würde).

Tom explained later that the term “Catholic” has to be taken literally here: meaning to include all Christian worshippers. The cantor, shaking my hand when I left the church, told me he had converted to Catholicism. Like my mother did, I answered. Who married a Protestant. Which was a sin back in the 1950s. So I had to be baptised Catholic in diasporic Hamburg.

Tom hat mir später erklärt, dass der Terminus “katholisch” hier wortwörtlich genommen werden muss: sprich mit der Bedeutung ‘alle christlichen Kirchgänger umfassend’. Der Kantor, während er mir die Hand schüttelte, als ich die Kirche verließ, sagte mir, er habe sich zum Katholizismus bekehrt. Wie es meine Mutter auch tat, habe ich geantwortet. Die einen Protestanten geheiratet hat. Was damals in den 1950er Jahren eine Sünde war. Ich musste deshalb im diasporischen Hamburg katholisch getauft werden.

On my way home late at night from the library I stepped across Gregory’s Meridian Line across the street from my apartment. (Note also the empty niches in the wall of the building, King James Library. Hashtag: Remnants of the Reformation.)

Als ich spätabends unterwegs von der Bibliothek nach Hause war, habe ich den Gregory’schen Meridian gekreuzt, der meiner Wohnung gegenüber verläuft. (Siehe auch die leeren Nischen in der Wand des Gebäudes, der König-Jakob-Bibliothek. Hashtag: Überbleibsel der Reformation.)